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12. Februar 2018

Möchte ich ein Narr sein?

An Fasching (und auch oft im Lau­fe des Jah­res) stel­le ich mir die Fra­gen: 

Möch­te ich ein Narr sein?
Möch­te ich mit ande­ren Nar­ren ver­klei­det (sozu­sa­gen Under­Co­ver) durch die Stra­ßen zie­hen – und mich mei­nen bis dato unbe­frie­dig­ten (ech­ten?) Bedürf­nis­sen regel­recht aus­lie­fern?
So nach dem Mot­to: Ich set­ze mir eine Red­no­se oder ‚s Nar­renk­äpp­le auf und las­se so rich­tig die Sau raus?

Rich­tig: Jeder wie er mag! Und wenn’s echt ist – von Her­zen viel Spaß dabei 🙂 !

Ich habe mich für etwas ande­res ent­schie­den! Ich steh mal wie­der – nur warm ange­zo­gen, nicht ver­klei­det – im Wald in der Son­ne ☀ und wid­me mich dem, was ich inzwi­schen, durch jah­re­lan­ge Übung,  ganz gut kann 🙂 :

Und kom­me bei jeder die­ser Akti­vi­tä­ten dem näher, was ich wirk­lich möch­te:
Mir selbst begeg­nen, bei mir ankom­men – und ande­re dabei zu unter­stüt­zen, bei sich selbst anzu­kom­men.
Ohne Nar­re­tei und Ablen­kungs­ma­nö­ver, Blend­gra­na­ten oder lau­tes „Bel­len-Und-Nicht-Bei­ßen“, ein „Sich-selbst-Im-Kreis-Dre­hen“ oder „Karus­sell fah­ren“ (und dann auch noch auf dem Nar­ren-Kar­ren mit­fah­ren 🙂 ).

Ver­steh mich nicht falsch:
Jedem das sei­ne, jeder hat die freie Wahl. Und nicht, weil ich das sage, son­dern weil es so ist.

Sich mit Acht­sam­keit für sich ent­schei­den, sich sei­nen wah­ren Bedürf­nis­sen zuwen­den und sich auch jeden Tag aufs Neue dar­auf aus­rich­ten – das ist mein Weg. Auch im wahrs­ten Sin­ne der Wor­te.

Wer jetzt sagt (oder zumin­dest denkt):
Alles Schmarrn, ich ste­cke so knie­tief in der Schei­ße, bei mir funk­tio­niert das nicht – ok, klar, ver­ste­he, ich weiß tat­säch­lich nicht, wie tief DU drin­steckst…

Wenn ich – nicht nur emo­tio­nal, son­dern wahr­haf­tig – sehr tief, bis über bei­de Ohren in der Schei­ße ste­cke, ist die Ver­füh­rung sehr groß, in ein Jam­mern zu ver­fal­len. Und ande­ren die Schuld zu geben für mei­ne Mise­re. Damit gebe ich die Ver­ant­wor­tung ab und rei­te mich immer noch tie­fer rein.
Was wahr­haf­tig kein sehr schö­nes Gefühl ist.

Ich ent­schei­de mich an die­ser Stel­le – immer öfter – dafür, auf­zu­ste­hen, mei­ne Lauf­schu­he oder Wan­der­stie­fel anzu­zie­hen und mich auf den Weg zu machen… …zu mir selbst.

Und genie­ße die Ruhe, fri­sche Luft, die Bewe­gung, die (meis­tens dann auch auf­tau­chen­de) Son­ne und alles, was sich mir dann – ohne im Kopf krei­sen­de und blub­bern­de Gedan­ken­ma­ni­fes­te – von selbst zeigt!
(Wo die­se Gedan­ken wohl alle her kom­men? Da war es wie­der: #Ich­Glaub­Nicht­Wa­sIch­Denk !)

Meis­tens sind das Bil­der zu Situa­tio­nen, für die ich mir tage- oder wochen­lang im wahrs­ten Sin­ne ‚den Kopf zer­bro­chen‘, mich nachts schlaf­los im Bett gewälzt habe.

Die­se Bil­der beinhal­ten dann meis­tens Lösun­gen – oder zumin­dest die ers­ten Schrit­te zu Lösun­gen – wenn ich es zulas­se, WENN ICH MIR DIE ZEIT NEHME, die­se Bil­der auch zu betrach­ten.
Die­se Bil­der zei­gen sich mir aber nur, wenn ich in Ruhe und bei mir selbst bin!
Wenn ich – meis­tens durch Druck von außen, den ich ja dann aber auch zulas­se – so hoch getak­tet bin, dass ich nur noch wie fern­ge­steu­ert auch meis­tens frem­den und von außen auf­er­leg­ten Zie­len ‚hin­ter­her­ren­ne‘, zei­gen sich die­se Bil­der und Lösun­gen nicht …
(Wer kennt das nicht? Die – oft viel­leicht auch selbst­auf­er­leg­te ToDo-Lis­te – muss bis dann und dann UM JEDEN PREIS abge­ar­bei­tet wer­den.)

Des­halb stand ich heu­te wie­der (statt auf dem Nar­ren-Kar­ren) in einem wun­der­bar erfri­schen­den  Wald…
So, das war mein Wort zum Fasching(sdiesntag)… 🙂

In die­sem Sin­ne: Alles erdenk­lich Gute für Dich!

Und wenn Du Dich auch ger­ne von der Natur abho­len las­sen möch­test, dann mel­de Dich herz­lich ger­ne bei mir! Und ich gehe ger­ne die ers­ten Schrit­te mit Dir oder auch mehr, zei­ge Dir mei­ne Art des ‚See­le­Bau­meln­Las­sen‘.…

@Jessica G. (aus Fried­berg, Bay­ern): Herz­li­chen Dank für Dein Zurecht­rü­cken mei­ner heu­ti­gen Blog-Gedan­ken. Ich habe erfasst, dass es nicht (mehr) dar­um geht (wenn auch ‚nur‘ unter­schwel­lig), den Zei­ge­fin­ger zu erhe­ben – son­dern ganz bei mir, mei­ner Sicht und mei­nem Erle­ben zu blei­ben 🙂 !

@Markus D. (aus Mün­chen, Bay­ern): Ich hof­fe, mei­ne neu­er Bei­trag gefällt Dir! Mögest Du mir ver­zei­hen, dass ich nur schrei­be, wenn sich ‚etwas zeigt‘… 🙂

 

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